Körperspannung des Reiters

Der Reiter muss wie ein leeres Blatt Papier sein, er „ruht“ auf dem Pferd. Keine Spannung, die über das, was für den Erhalt der aufrechten Haltung notwendig ist, hinausgeht, darf in seinem Körper vorhanden sein.

Es sind die gezielten An- und Abspannungen im Körper, mit denen er – aus dieser neutralen Position heraus – klar und unmissverständlich mit dem Pferd kommunizieren und seine Anweisungen formulieren kann.

Trust-your-Horse - Körperspannung des Reiters

Würde der Reiter von Grunde auf, beispielsweise durch Emotionen, Spannungen aufgebaut haben, dann wäre er vergleichbar mit einer Person, die neben mir stehend, laut Selbstgespräche führt. Diese Person kommuniziert zwar nicht mit mir, textet mich aber dennoch sinnlos zu.

Der Reiterhintern – DAS wichtigste sprachliche Element

Wenn es beim Reiter ein Körperteil gibt, welches er aber besonders gerne und in nahezu jeder Situation und überwiegend unbewusst anspannt, dann ist es sein Hintern. Da dieser aber DAS wichtigste „sprachliche“ Element in der Körperkommunikation mit dem Pferd ist und mit ihm natürliche Reflexe beim Pferd genutzt werden, darf dieser nur gezielt unter Spannung gesetzt werden.

Meist aber führt der Reiter damit sinnlose Selbstgespräche und belästigt sein Pferd statt ihm eine klare, verständliche Botschaft zu übermitteln.

Lieber Reiter, entspann Deinen Hintern und führe keine Selbstgespräche.

Der besseren Lesbarkeit wegen wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet.

Autor: Richard Vizethum
Notiz zu „Die Grammatik des Reitens
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