Bring Dein Pferd nicht zum Schwitzen!

„Sobald das Pferd zu schwitzen beginnt, ist dadurch bewiesen, dass der Reiter mit seinen Forderungen das Maß überschritten hat.“
(Faverot de Kerbrech)

Trust-your-Horse - Bring Dein Pferd nicht zum Schwitzen

Dieser Satz des Baucher-Schülers Faverot de Kerbrech hat seine Relevanz nicht nur jetzt im Sommer – wo die Tagestemperaturen manchmal die 30 Grad-Marke überschreiten, die Luftfeuchtigkeit ansteigt und Schwitzen vorprogrammiert zu sein scheint – nein, er gilt zu jeder Zeit, in der man mit einem Pferd trainiert.

Je besser ein Pferd trainiert ist, desto effizienter schwitzt es! Dies gilt für Pferd und Mensch gleichermaßen. Die erste Maßnahme ist also: RICHTIGES TRAINING!

Das Pferd hat eine geringere Hautoberfläche als der Mensch (pro kg Körpergewicht nur die halbe Oberfläche), was ihm zwar hilft, mit Kälte ganz gut zurecht zu kommen, das Herunterkühlen des Körpers bei Hitze aber nicht so leichtfällt. Hinzu kommt ein durch das Schwitzen bedingter hoher Salzverlust. Dieser Mangel reduziert u.a. die Leistungsbereitschaft des Pferdes.

Um Schwitzen zu vermeiden muss man nicht zwangsweise auf den frühen Morgen oder die Nacht ausweichen, um mit seinem Pferd zu arbeiten. Dies geht auch bei 30 Grad am Tage.

ENTSCHEIDEND IST DER TRAININGSAUFBAU!

  • ARBEITE VIEL IM SCHRITT Der Schritt, die „Mutter aller Gangarten“, trägt mehr zur Bildung des Pferdes bei, als man dies glauben mag. Voltenarbeit und Schulterherein im Schritt – beispielsweise – fördern die Balance und tragen zur breiten Entwicklung der Muskulatur bei.
  • VERMEIDE LANGE PASSAGEN IN HÖHEREN GANGARTEN Wechsle von kurzen Trab- oder Galoppreprisen immer wieder zurück in eine ausgiebige Schrittphase.
  • ACHTE AUF DIE ATMUNG DEINES PFERDES
  • FÜHLE WENN DEIN PFERD MÜDE WIRD Mache viele Pausen zwischen den Reprisen. Pausen, in denen sich das Pferd total entspannen kann (z.B. Parkposition).

Autor: Richard Vizethum
Notizen zu „Die Grammatik des Reitens“

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