Rede nicht mit Deinen Händen!

Wir Menschen sind stark auf die Hände fixiert. Um etwas zu verstehen, müssen wir es be-GREIFEN.

Auch beim Reiten sind wir geneigt vermehrt die Hände zu benützen – mehr als dies notwendig wäre. Häufig tun wir dies auch nicht besonders feinfühlig.

Die folgende Übung trainiert mehr Achtsamkeit, ruhende Hände und vermittelt das Gefühl gleichmäßiger Fühlung zum Pferdemaul.

Dazu nutzt man einen einfachen, etwa 30-40 cm (nicht länger!) langen Zweig oder einen entsprechenden Holzstab.

Trust-your-Horse - Rede nicht mit den Händen

Man nimmt die Zügel, wie auf dem Foto gezeigt, zwischen Zeige- und Mittelfinger. Die Zügel müssen dabei gleich lang sein. Den Zweig hält man zwischen Daumen und Zeigefinger fest. Der Abstand zwischen den Händen beträgt etwa 30 cm. Es ist stets darauf zu achten, dass der Zweig mit dessen Mitte horizontal über dem Mähnenkamm bleibt.

Beim Lenken (primär über Körperposition) darf die äußere Hand nur soweit vor und die innere Hand nur so weit zurückgehen, dass die Zügel dabei – ohne zu schlottern – Fühlung zum Pferdemaul halten.

(Frei nach der Grundidee von Udo Bürger, Otto Zietschmann – „Der Reiter formt das Pferd“)

SPRECHE KLARER MIT DEM KÖRPER UND PLAPPERE NICHT MIT DEN HÄNDEN!

Sicherheitshinweise:

Das Pferd sollte ein möglichst gelassenes Pferd sein, damit der Zweig nicht zu Überreaktionen führt und der Reiter sich ganz auf die Koordination der Hilfen konzentrieren kann.

Zweig oder Holzstab dürfen nicht zu lange sein, denn es kommt durchaus vor, dass sie das Pferd irritieren, vor allem dann, wenn der Reiter (noch) nicht in der Lage ist, seine Hände ruhig zu halten.

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