Kraft vor Ausdauer

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Trust-your-Horse - Kraft vor Ausdauer

AUSDAUER arbeitet auf der Vorhand. Ein Pferd, das auf der Vorhand arbeitet, arbeitet im Zweifel instinktiv immer gegen den Reiter.
Ein Pferd, das auf der Hinterhand arbeitet, weil dort KRAFT vorhanden ist, ist stets kontrollierbar und nimmt sich selbst aus der Hand des Reiters.

Trainiert man nun Ausdauer zuerst (was im Allgemeinen so stattfindet!) dann kann das Pferd AUSDAUERNDER gegen den Reiter arbeiten!

Noch zwei kleine Hinweise dazu:

AUSDAUER IST ZU 80% WILLE UND 20% KÖRPER
KRAFT IST ZU 80% KÖRPER UND 20% WILLE

IN DER KRAFT IST AUSDAUER ENTHALTEN
IN DER AUSDAUER ABER KEINE KRAFT

So und nun denkt mal über den Sinn von Longieren und Freilaufen unter dem Motto: „Das Pferd muss doch bewegt werden!“, nach.

#trustyourhorse #denkspruenge

Umformung des Pferdes

In der heutigen Zeit herrscht die extrem angloman geprägte Meinung vor, dass man ein Pferd primär durch Vorwärts-Reiten ausreichend trainieren und gymnastizieren könnte.

Trust-your-Horse - Umformung des Pferdes

Diese Meinung stützt sich u.a. auf die Forderung von Gustav Steinbrecht, die er als „erste Hauptgrundsätze der Kunst“ jedem Reiter zurufen wollte:

Reite dein Pferd vorwärts und richte es gerade!“ [1]

Nur mit dem „Reite dein Pferd vorwärts“ hat Steinbrecht ganz was anderes gemeint, als das, was die gemeine anglomane Reiterwelt darunter verstehen WOLLTE.

Dies machte er in folgender Aussage deutlich:

Unter diesem Vorwärtsreiten verstehe ich nicht ein Vorwärtstreiben des Pferdes in möglichst eiligen und gestreckten Gangarten, sondern vielmehr die Sorge des Reiters, bei allen Übungen die Schubkraft der Hinterbeine in Tätigkeit zu erhalten, dergestalt, daß nicht nur bei den Lektionen auf der Stelle, sondern sogar bei Rückwärtsbewegungen dass Vorwärts, nämlich das Bestreben, die Last vorwärts zu bewegen, in Wirksamkeit bleibt. Man befähigt daher das Pferd durch Übung, seine Schubkraft durch Belastung bis zum Äußersten zu beschränken, man unterdrücke sie aber niemals durch Überlastung“ [1]

Ja“, wird nun der eine oder andere sagen, „… das ist mir schon klar, dass er nicht an das Vorwärtstreiben des Pferdes gedacht hat…“ und er wird, so oder so ähnlich, hinzufügen „Es geht um ein ruhiges Vorwärtsreiten!“.

Nein, auch darum ging es Steinbrecht nicht, was dem aufmerksamen Leser des obigen Steinbrecht-Zitates möglicherweise beim Lesen des letzten Satzes aufgefallen sein dürfte: „Man befähigt daher das Pferd durch Übung, SEINE SCHUBKRAFT durch Belastung BIS ZUM ÄUSSERSTEN ZU BESCHRÄNKEN, man unterdrücke sie aber niemals durch Überlastung“.

Darüber dürft ihr jetzt mal nachdenken!

ZURÜCK ZUR UMFORMUNG

Den weiteren Ausführungen möchte ich einen Merksatz voranstellen:

DURCH VORWÄRTSREITEN BRINGT MAN KEIN PFERD INS GLEICHGEWICHT!
(vor allem nicht wenn man Vorwärts-Abwärts – egal in welcher Form reitet)

Wozu muss ich ein Pferd ins Gleichgewicht bringen, es hat doch schon ein (natürliches) Gleichgewicht?!“ mag der eine oder andere nun fragen.

WEIL EIN REITER AUF DES PFERDES RÜCKEN SITZT UND ES BEWEGUNGEN UND AKTIONEN AUSFÜHREN MUSS, DIE ES VON NATUR AUS ÜBERHAUPT NICHT ODER NUR FÜR GANZ KURZE MOMENTE DURCHFÜHRT!

Das Reaktionssystem des Pferdes ist darauf nicht ausgerichtet und muss dieses erst lernen. Über Vorwärtsreiten geht das schon auch (rudimentär), nach dem Prinzip: „Lerne oder fall aufs Maul!“.

Um das Pferd nicht in solch üble Verlegenheit zu bringen, und da waren sich alle wahren Reiter und Stallmeister der Vergangenheit einig, ist es das erste Ziel, nein die erste Pflicht eines guten Bereiters, dass Pferd in ein notwendiges NEUES GLEICHGEWICHT zu verbringen.

DIES GEHT NUR DURCH AUFRICHTEN!

Korrektes Aufrichten ist UMFORMUNG – notwendige UMFORMUNG!
Diese kann man sehr kunstvoll durchführen, so dass auch das hässlichste Pferdeentlein zum schönen (und rittigen) Schwan wird.

RICHTIGE UMFORMUNG IST WAHRE KUNST UND WIRD NUR VON WENIGEN BEHERRSCHT

Hierzu noch ein Zitat von Steinbrecht, welches meine Arbeit sehr gut beschreibt:

… so kann der Bereiter bei recht klarem Verständnis seiner Kunst viele natürliche Mängel und Übelstände beim Pferde beseitigen und bei solchen Fehlern und Gebrechen, die ihm durch Mißbrauch oder Unverstand früherer Reiter beigebracht sind, oft wahre Wunder wirken, indem es sie durch entsprechende Richtung [Ausrichtung] des Pferdekörpers oft gründlich zu heilen vermag, nachdem alle tierärztliche Hilfe vergebens angewendet war.“ [2]

#trustyourhorse #denkspruenge #gralswegreiten

Datenquellen:

  • [1] Gustav Steinbrecht | „Gymnasium des Pferdes“ | 16. Auflage 1995 (1. Auflage 1884) | Verlag Dr. Rudolf Georgi, Aachen | Seite 72
  • [2] Gustav Steinbrecht | „Gymnasium des Pferdes“ | 16. Auflage 1995 (1. Auflage 1884) | Verlag Dr. Rudolf Georgi, Aachen | Seite 46

Eigene Notizen
Autor: Richard Vizethum
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Selbstbetrug Sperrriemen

Blättert man durch diverse Kataloge von Reitsportausstattern, dann kann man eine bedauerlichen Fakt erkennen: Kaum ein Kopfstück für die Bereiche Dressur, Springen, Vielseitigkeit … ist ohne Sperrriemen zu bekommen.

Die Reitsportausstatter demonstrieren damit neben völliger Ignoranz, nur ihr Bestreben eine große Nachfrage zu bedienen. Eine Nachfrage, die sie inzwischen durch ihr breites Angebot – bei dem das Wohlbefinden des Pferdes keine Rolle zu spielen scheint – gezielt steuern.

Trust-your-Horse - Selbstbetrug Sperrriemen

Auch die Reiter und Ausbilder, die diesen Riemen nutzen und damit dem Pferd das Maul zuschnüren oder diesen bei „Problemen“ gerne empfehlen, lassen dadurch nur erkennen, dass ihnen schlichtweg Wissen fehlt. Wissen über Biomechanik, Physik und über die Psyche des Pferdes.

Wenn das Pferd jedoch versucht das Maul aufzusperren, so hat das irgendeinen Grund, den man finden und abstellen sollte – einfaches Zusperren des Maules ist Selbstbetrug
(Paalman Anthony – Springreiten – 1989)

Genau diese Worte des bekannten Springreiters und Parcours-Bauers Anthony Paalman, sollten allen Nutzern des Sperrriemens zu denken geben.

Pikant dabei ist, dass es auch ein experimentierfreudiger SPRINGREITER war, der den Pull(er)riemen des Worcester-Reithalfters missbrauchte, um dem Pferd das Maul zuzubinden, sehr zur Freude der damaligen Reiterschaft. Vermutlich hoffte er dabei, seine reiterliche Unfähigkeit zu kaschieren, denn im Gegensatz zu Paalman hatte dieser Mensch nichts vom Reiten verstanden.

Warum nun aber kommt jemand auf die Idee, dem Pferd das Maul zuzubinden?

Der Erfinder des Hannoverschen Sperrhalfters (wahrscheinlich der Herr von Oeynhausen) wollte dadurch möglicherweise verhindern, dass die reiterlich wenig begabten Eleven der Kavallerieschule in Hannover den Pferden im Maul herumfuhrwerkten und diesen so Schaden zufügten. Ein durchaus, für die damalige Zeit, nachvollziehbarer Grund.

Aber warum dieses Zubinden des Pferdemauls durch die Nutzung des Sperrriemens noch steigern?

Na ja, sieht halt nicht schön aus, wenn das Pferd das Maul aufreißt, maulig ist, die Zunge ständig verdreht oder diese dabei sogar über das Gebiss bringt.

Dagegen „hilft“ Zubinden eben!

Die genannten Verhaltensmuster der Pferde sind aber keineswegs von Natur gegeben und dem Pferd anzulasten. Über 95% der Ursachen kann man getrost beim Reiter und dessen harter und unruhiger Hand, aufgrund eines wenig losgelassenen Sitzes und falscher Lehren suchen. Dies allerdings mag man sich nicht allzu gerne eingestehen. Lieber kaschiert man optisch.

So eine FALSCHE LEHRE und neuzeitlicher Unsinn ist die propagierte und bis in extremen Bewegungen von Reitern aller Klassen demonstrierte MITGEHENDE HAND.

Einige Pferde ertragen diese Tortur, indem sie mit der Zunge das Mundstück gegen den Gaumen drücken und so den ständigen Bewegungen des Mundstücks entgegenwirken können.

Viele andere Pferde aber drücken dies durch eine (ungute) Verstärkung der Maultätigkeit (z.B. „Kampfkauen“ …) als ÜBERSPRUNGSREAKTION aus. Manch pferdefreundliches menschliches Wesen sieht darin die Ablehnung der Trense! Mitnichten! ES IST DIE ABLEHNUNG EINER UNRUHIGEN REITERHAND!

Nebenbei bemerkt: Wer von ANLEHNUNG spricht sollte NIEMALS eine mitgehende Hand haben! Denn beides widerspricht sich!

Die Hand des Reiters sollte (bis auf kleine Korrekturen) stets STILLSTEHEN, sie sollte WEICH (runde Hand) und SCHNELL (bei Korrekturen) sein.

Die Reiterhand ist nicht zum (direkten) Lenken des Pferdes da!

Durch den Sperrriemen (für den es KEINE korrekte Verschnallung gibt!) wird auch die Aktivität des ZUNGENBEINS stark behindert. Das ist übel!

Noch übler aber ist es, dass der Sperrriemen verhindert, dass das Pferd sich selbst – von leichteren Blockaden des Zungenbeins – durch Verdrehen der Zunge befreien kann.

Der SPERRRIEMEN IST URSACHE UND LÖSUNGSVERHINDERER gleichzeitig.

Bitte ÜBERDENKT DIE NUTZUNG DES SPERRRIEMENS! Glaubt nicht an Ausbilder oder wohlmeinende „Bandenprofis“, die diesen bei einem „Problem“ empfehlen, denn es gibt IMMER EINE BESSERE UND PFERDEFREUNDLICHERE LÖSUNG!

Korrektes, pferdefreundliches Reiten kennt keinen Sperrriemen!

#trustyourhorse #denkspruenge #ridebyfairmeans

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Übungen dürfen nie Selbstzweck sein

Eine Schule – beispielsweise Schulter(n)herein, welche zur Ausführung kommt, ist niemals Selbstzweck, sondern muss IMMER und in allererster Linie einem gymnastizierenden oder korrigierendem Nutzen folgen.

Trust-your-Horse - Schulterherein de la Guerinere

Jede Schule weißt dabei EINE optimale Form auf, in der der trainingstechnische NUTZEN vollends zur Entfaltung kommen kann.

Beim Beispiel SCHULTER(N)HEREIN wären dies z.B., ein Abstellwinkel des Pferdes zur Bande, von 40-42 Grad, die Nase innerhalb der UNTERSTÜTZUNGSFLÄCHE (Fläche zwischen den Verlängerungslinien der Schultern nach vorn), Aufrichtung und langsame Bewegungen im gleichmäßigen Fluss.

Im Verlaufe des Trainings wird man sich diesem trainingstechnischen Optimum, je nach Pferd, mehr oder weniger schnell annähern.

Oft aber ist man auch gezwungen Abweichungen von diesem Optimum für kurze Phasen oder auch über mehrere Trainingseinheiten, je nach Pferd, in Kauf zu nehmen, um Spezialprobleme zu lösen.

Was bringt das Bestreben sofort das Optimum erreichen zu wollen, wenn die Bewegungsmöglichkeiten des Pferdes dieses (noch) nicht zulassen und man dadurch nur Widersetzlichkeiten und Vertrauensverlust von Seiten des Pferdes provoziert.

Bestmöglicher Lernerfolg hat IMMER Priorität vor netter Darstellung und schnellen Showeffekten!

Dennoch aber ist dieses Optimum auch innerhalb einer „Korrektur“ immer wieder abzufragen, mit dem Ziel dieses möglichst schnell zu erreichen, denn nur das Optimum bietet 100%-Trainingsergebnis.

(Bild: Schulterherein de la Guérinière)

#trustyourhorse #denkspruenge

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Die stille Post reiterlichen Wissens

Es war einmal ein großer Lehrer, der hatte einen Schüler, dem er sein Wissen vermittelte.

Dieser Schüler nahm das Wissen des Meisters, reduzierte es um das, was er nicht verstand und/oder nicht mochte, ergänzte es um eigene Ideen. Dann wurde der Schüler selbst zum Lehrer, der einem Schüler sein Wissen vermittelte.

Trust-your-Horse - Die stille Post reiterlichen Wissens

Dieser Schüler nahm das Wissen des Meisters, reduzierte es um das, was er nicht verstand und/oder nicht mochte, ergänzte es um eigene Ideen. Dann wurde der Schüler selbst zum Lehrer, der einem Schüler sein Wissen vermittelte.

Dieser Schüler nahm das Wissen des Meisters, reduzierte es um das, was er nicht verstand und/oder nicht mochte, ergänzte es um eigene Ideen. Dann wurde der Schüler selbst zum Lehrer, der einem Schüler sein Wissen vermittelte.

Dieser Schüler nahm das Wissen des Meisters, reduzierte es um das, was er nicht verstand und/oder nicht mochte, ergänzte es um eigene Ideen. Dann wurde der Schüler selbst zum Lehrer, der einem Schüler sein Wissen vermittelte.

Dieser Schüler nahm das Wissen des Meisters, reduzierte es um das, was er nicht verstand und/oder nicht mochte, ergänzte es um eigene Ideen. Dann wurde der Schüler selbst zum Lehrer, der einem Schüler sein Wissen vermittelte.

Und alle glaubten, sie lehrten nach den Prinzipien des großen Lehrers der Vergangenheit.

Denkt mal darüber nach!

P.S. mit dem geschriebenen Wort ist es noch schlimmer!

#trustyourhorse #denkspruenge

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In eigener Sache – der Gralsweg

Je mehr man über das Reiten weiß, desto klarer wird es, dass es nur EINEN WEG gibt, ein Pferd auszubilden. Diesen Sachverhalt wird man solange negieren wollen, solange man noch nicht genug weiß und noch (hoffentlich) sucht.

Trust-your-Horse - In eigener Sache
(Bild: „GK Cutting Lena“ Leitstute)

SUCHEN heißt nicht, dass finden wollen, was zum jeweiligen eigenen Weltbild passt, sondern ALLES ANZUNEHMEN und darüber intensiv und ohne Scheuklappen NACHZUDENKEN. SUCHEN heißt auch, sich selbst und sein Tun und Denken stets zu hinterfrage.

Allerdings wird dieses Hinterfragen mit zunehmendem Wissen auf andere, feinere Ebenen gehoben und vieles muss nicht mehr in Frage gestellt werden.
Es stellt sich auch nicht die Frage, was man unter „gutem Reiten versteht“, sondern die Frage was gute, feine Pferdeausbildung und natürlich auch Reiterausbildung ausmacht.

Dazu habe ich an verschiedenen Stellen bereits viel geschrieben oder gesagt und dabei auch immer wieder das Wort GRALSWEG erwähnt. Damit bezeichne ich jenen EINEN WEG, der nicht mehr weiter optimierbar, hocheffizient und pferdefreundlich ist. Einen Weg, der auch heute noch nicht in Gänze beschritten ist – im Gegenteil, man hat sich mitunter sogar sehr weit davon entfernt.

Auf diesem Weg geht es nicht „nur“ um Gleichgewicht – das ist nur EIN ASPEKT – wenn auch der Allerwichtigste. Es geht nicht um Lektionen oder Übungen – diese sind nur Ausdrucksformen oder Hilfsmittel. Es geht nicht um die Show – das ist nur flacher Erfolg, meist zu Lasten der Pferde erkauft. Der GRALSWEG ist nicht laut, er ist leise und wirkt schlicht, manche würden ihn langweilig nennen.

Ein Pferd, welches physisch und psychisch gesund ist und motiviert unter dem Menschen problemlos all das leisten kann, was man von ihm verlangt, ohne daran Schaden zu nehmen, ist mein Ziel.

Ein sicheres Pferd – egal in welcher Situation ist mein Ziel. Was helfen schöne Showbilder, wenn das Pferd nicht im Gelände, selbst unter widrigsten Bedingungen geritten werden kann.

Ich will starke, stolze und sich selbstvertrauende Pferde.

Und ich will REITER, die diesen Pferden gerecht werden und die wissen was sie tun. Denkende Reiter, die Ruhe ausstrahlen, einen perfekten Sitz haben, deren Aktionen, die fein und unsichtbar sind, aus dem Unterbewusstsein kommen und nur den Geist als Richtungsgeber haben.

Und zu allem Überfluss will ich dies mit Menschen und deren Pferden erreichen, für die Reiten „nur“ ein Hobby ist und die im Grunde nur wenig Zeit investieren können.

Ich versuche den GRALSWEG in Gänze zu beschreiten, jeden Tag ein winziges Stückchen mehr. Dabei strebe ich danach, heute das zu übertreffen, was ich gestern geschafft habe. Für mich sind dabei Übungen nicht entscheidend, sondern die Perfektionierung des Wegs. Das ist meine Suche!

Dabei bewege ich mich inzwischen schon sehr stark auf dem GRALSWEG, auch wenn es noch so viel zu entdecken, zu erkennen, zu lernen und zu verändern gibt. Leider kann ich kaum noch mit jemanden darüber reden, bin ich doch gezwungen, immer wieder die kompletten Irrungen der Reiterei aufrollen zu müssen, um  vollständiges Verstehen zu ermöglichen.

So bin ich glücklich über die Ergebnisse, die ich mit meinen Reitschülern und ihren wunderbaren Pferden erziele – und auch in welcher Zeit und unter welchen – mitunter widrigen Rahmenbedingungen – ich diese Ergebnisse erziele!

Vielen Dank an all diejenigen, die mir ihr Vertrauen schenken und an all die wunderbaren Pferdeseelen, die mir Lehrmeister auf dem GRALSWEG sind und die Motivation und den Ansporn geben, immer weiterzumachen, egal wie hart es manchmal ist, dabei auch gegen den Strom schwimmen zu müssen. Ich werde es weiter tun.

FÜR DIE PFERDE!

#trustyourhorse #gralsweg #denkspruenge

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Eine Herzensangelegenheit

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Weder aus trainings- noch aus entspannungstechnischer und vor allem nicht aus therapeutischer Sicht, kann ich VORWÄRTS-ABWÄRTS (tiefere Einstellung von Hals und Kopf des Pferdes) empfehlen.

Selbst bei diesen Pferdefiguren kann man erkennen, dass Pferde, die AUFGERICHTET im gesunden GLEICHGEWICHT unter dem Reiter gehen, stolzer und aufmerksamer schauen und (in der Realität) weniger physische und psychische Probleme haben!

Trust-your-Horse - NOFORWARDDOWN

Einzelbilder und Idee zu diesen Bildern: Nadine Beier
Hashtag #noforwarddown: Trust-your-Horse

Reit- und Stallmeister

In den nächsten Wochen und Monaten versuche ich hier eine Liste bekannter Reit- und Stallmeister (mitunter finden sich hier aber auch Reiter, die nicht zwingend in diese Kategorien einzuorden sind, aber gewisser Bekanntheit frönen) chronologisch darzustellen. Dabei werde ich auch Lehrer-Schüler-Beziehungen aufzuzeigen, insbesondere unter dem Hintergrund der Weitergabe von Lehrmeinungen.

Plinzner, Paul (1855-1920) Leibstallmeister Kaiser Wilhelms des II, Schüler von Gustav Steinbrecht.

Steinbrecht, Gustav (1808-1885) Schüler von Louis Seeger.

Seeger, Louis (1794-1865) Schüler von Max Ritter von Weyrother.

Seidler, Ernst Friedrich (1798-1865) Schüler von Max Ritter von Weyrother.

Oeynhausen, Borries von (1812-1875) Schüler von Max Ritter von Weyrother.

Ritter von Weyrother, Max (1783-1833) stammte aus einer Dynastie von Oberbereitern. Sein Vater wr an der Hofreitschule zu Wien ebenso tätig, wie sein Bruder Gottlieb, dem er nach dessen Tod als Oberbereiter nachfolgte. Schon sein Großvater Adam Weyrother (ein Zeitgenosse de la Guérinière´s) war Oberbereiter an der Hofreitschule zu Wien.

De la Guérinière, François Robichon (1688-1751)

Diverse Quellen
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Fühle – das Pferd zeigt Dir den Weg

Es ist so schnell dahingesagt „Du musst nur fühlen, dann sagt Dir das Pferd schon was zu tun ist …“.

Trust-your-Horse FÜHLE - das Pferd zeigt Dir den Weg

Ja, das Pferd sagt uns sehr viel, wenn wir nur genau HINFÜHLEN:

  • es sagt uns, wenn es müde ist,
  • es sagt uns, wenn es traurig ist,
  • es sagt uns, wenn es sich freut,
  • es sagt uns, wenn es Hunger hat,
  • es sagt uns, wenn es sich nicht wohl fühlt,
  • es sagt uns, wenn es uns mag oder auch nicht mag,
  • es sagt uns, wenn es etwas nicht versteht.

Das alles und viel mehr, sagt uns das Pferd, wenn wir unsere Sinne öffnen.

ABER DAS PFERD WIRD UNS NICHTS DARÜBER SAGEN, WIE WIR ES VERÄNDERN SOLLEN.

Denn das, was sich am Pferd verändern MUSS, um als Reitpferd ein langes Leben gesund, motiviert und leistungsbereit zu bleiben, KANN ES UNS NICHT SAGEN!

Wenn wir ein Pferd verändern, dann wird es uns dabei immer wieder die berechtigte Frage stellen: WAS SOLL DAS? Wir aber können ihm nicht erklären: „Du musst jetzt Deinen inneren Schweinhund überwinden und es tun, danach wirst Du Dich viel besser, stärker und stolzer fühlen“. Es wird uns nicht verstehen!

In sehr, sehr feinen, aber auch sehr, sehr groben  ÜBERSPRUNGSREAKTIONEN wird es immer wieder die Frage nach dem Sinn, dessen was wir gerade mit ihm tun, aufwerfen.

Diese ÜBERSPRUNGSREAKTIONEN, schon die Feinsten von ihnen, müssen wir wahrnehmen und vor allem richtig bewerten können. Dazu bedarf es sehr viel Empathie. Wer allerdings Emotionen zulässt, wird nur das Grobe erleben, NIE das FEINE erfühlen!

Nein, das Pferd sagt uns NICHT, wie wir es ausbilden sollen – das KANN ES NICHT!

Aber es sagt uns sehr viel, wie es sich bei dem, was wir mit ihm tun FÜHLT! Wir müssen RECHTZEITIG (den Hauch eines Anzeichens) erkennen, ob es beispielsweise

  • müde ist,
  • etwas nicht verstanden hat,
  • überfordert ist,

Und wir müssen sofort darauf reagieren!

UNSER „ZUHÖREN“ HILFT DEM PFERD NUR AUF DEM WEG, WIR WERDEN ABER NICHTS DARÜBER ERFAHREN, WAS ZU TUN IST, UM DAS PFERD KÖRPERLICH ZU VERÄNDERN – DAS WIRD UNS DAS PFERD NICHT ERZÄHLEN KÖNNEN!

Eigene Notizen
Autor: Richard Vizethum
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Die Geschichte der goldenen Kugel

Es war einmal vor sehr langer Zeit, da gab es in einem Land eine Kugel aus purem Gold. Jeder der sie erblickte war voll der Bewunderung und des Lobes ob dieser vollendeten Handwerkskunst. Sie galt als strahlendes Zeichen für Klarheit und reinem Wissen. Das gemeine Volk sagte dieser Kugel Wunderkräfte nach.

Trust-your-Horse - Die Geschichte der goldenen Kugel

Die Jahre vergingen, bis eine dunkle Zeit anbrach, in deren Wirren und Wandlungen die goldene Kugel verloren ging. Diejenigen, die über die Kugel gewacht hatten starben und die Kugel verschwand. Niemand suchte nach ihr.
Jedoch erinnerte sich manch einer dunkel an die Wunderkräfte dieser Kugel und man fragte nach ihr, um an ihrer Wunderkraft wieder teilhaben zu können. Nach einer Weile wurden die Nachfragen immer lauter und lauter. Die neuen Fürsten, die nichts von der Glorifizierung der goldenen Kugel hielten und die gar nichts so unglücklich darüber waren, dass die goldene Kugel verschwand, mussten etwas tun, um sich nicht den Unmut des Volkes zuzuziehen.

So ließen sie eine neue goldene Kugel herstellen. Da sie aber in diese weder viel Zeit, noch viel Geld investieren wollten, begnügte sie sich damit, eine Kugel mit einem Kern aus Holz und einer Ummantelung aus Gold herstellen zu lassen. Das gemeine Volk merkte den Schwindel nicht und glaubte die alte Kugel mit den Wunderkräften sei wiedergefunden worden.

Die Zeit verging. Die Fürsten gingen nicht sehr pfleglich mit der neuen Kugel um, es war ihnen zu viel Arbeit. Durch Unachtsamkeit fiel die Kugel immer wieder zu Boden und die Goldbeschichtung bekam Riefen und Schrammen. Damit sie aber dennoch in schönem Glanze erstrahlte, gab man den Handwerkern die Anweisung sie immer wieder abzuschleifen.

Dadurch wurde aber die Goldschicht immer dünner und dünner. Irgendwann schimmerte plötzlich das Holz durch. Um dies vor dem gemeinen Volk zu verbergen, entschlossen sich die Fürsten die Beschichtung erneuern zu lassen. Da für sie die Bedeutung der Kugel im Laufe der Zeit immer weiter gesunken war, gaben sie, unter dem Siegel der Verschwiegenheit, die Anweisung anstelle des Goldes Messing zu verwenden.

Man polierte die Kugel so geschickt, dass sie wie Gold glänzte und man konnte die Menschen, die immer noch die wahre goldene Kugel mit den Wunderkräften vermuteten, täuschen. Sie ließen sich auch nur allzu gern täuschen, war doch ihre Erinnerung an die wahre Kugel verblasst und nur noch der Glaube daran vorhanden.

Die neuzeitlichen Bewahrer der Kugel, die nichts mehr von der vergangenen goldenen Kugel und ihrer wahrhaftigen Wunderkraft wussten, machten sich so lange vor, dass ihre Kugel diese ursprüngliche Kraft in sich trüge, bis sie selbst daran glaubten. Und sie verbreiteten ihren Glauben, der zur unumstößlichen Lehre erhoben wurde. Das Volk, bequem geworden, schloss sich dieser Lehre nur allzu gerne an.

Die wahre Kugel mit den Wunderkräften aber, sie liegt noch irgendwo da draußen und wartet auf ihre Wiederentdeckung.

Was das nun mit der Reiterei und der Reitkunst zu tun hat? Nun, das darf sich der geneigte Leser selbst beantworten.

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